Fleckvieh – Simmentaler
80% des Deutschen Rindfleisches ist Fleckvieh

Diese großrahmigen, kräftig bemuskelten Tiere stammen ursprünglich aus dem Schweizer Simmental und zählen heute zu den weltweit bedeutendsten Rinderrassen. Typisch ist das gescheckte Fell, dessen Grundfarbe von Hellgelb über Rot bis Dunkelrot reicht und stets mit weißen Abzeichen an Kopf, Beinen, Bauch und Schwanz kombiniert ist. Der Kopf ist überwiegend weiß, während Flotzmaul und Schleimhäute meist rosa gefärbt sind. Die hellen Hörner besitzen häufig gelbliche Spitzen. Simmentaler Fleckvieh ist besonders in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in zahlreichen weiteren europäischen Ländern verbreitet. Die Rasse wurde ursprünglich als robustes Dreinutzungsrind für Milch, Fleisch und Arbeit gezüchtet und später gezielt zur leistungsfähigen Doppelnutzungsrasse weiterentwickelt. Die Tiere gelten als anpassungsfähig, fruchtbar und langlebig und zeichnen sich durch gute Mastleistungen sowie eine hohe Milchleistung aus. Ihr Fleisch ist feinfaserig, saftig und ausgewogen marmoriert; zugleich sorgen die gute Bemuskelung und die hohe Schlachtausbeute für eine wirtschaftliche Fleischproduktion.